Landschaft
Ein neues Kleid für die Naarn Foto: Vojta Herout

Ein neues Kleid für die Naarn

Die Renaturierungsabschnitte an der Naarn schaffen einen verbesserten Lebensraum für Wasserorganismen und geben den Bewohnern der Umgebung Erholungsräume für heiße Tage. Die Beschattung durch die gepflanzten Bäume sorgt für eine Verbesserung des Mikroklimas und bremst die Erwärmung des Gewässers. Bei Hochwasser wird das Überflutungsrisiko durch den geschaffenen erweiterten Abflussraum reduziert.

Nutzenbeschreibung der Anpassungsmaßnahme

 
Welche Probleme wurden gelöst
Durch Aufweitungen, Laufverschwenkungen, Anlage von Nebenarmen und Buchten sowie Gehölzpflanzungen wurden Teilabschnitte der regulierten Naarn im Sinne der "Europäischen Wasserrahmenrichtlinie" mit dem Hauptziel den ökologischen Zustand und damit den Fischlebensraum zu verbessern aufgewertet.

Rasch hat sich herausgestellt, dass auch ein Mehrwert bezüglich Verbesserung der Hochwassersituation, des Mikroklimas und der Nutzung durch die Bevölkerung (insbesondere an heißen Tagen) gegeben ist.
 
Wie funktioniert die Maßnahme
Insgesamt wurden rund 8,4 ha an der Naarn auf Renaturierungsabschnitte aufgeteilt und ökologisch aufgewertet.

Durch die geschaffenen Aufweitungen kommt es zu einer Verzögerung des Abflusses und damit zur Verbesserungen bei Hochwasser. Durch die ingenieurbiologische Gestaltung und die abwechslungsreiche Ausformung der Flusssohle (Furte, Kolke, Unterstandmöglichkeiten) wurden Rückzugsräume für Fische und Fischnährtiere bei Niedrigwasser während der Trockenperioden geschaffen.

Realisierte Bepflanzungen verbessern Mikroklima, schaffen Orte der Abkühlung und bremsen die Erwärmung des Gewässers.
 
Ausgangszustand
Die Naarn wurde als Hauptfluss des intensiv landwirtschaftlich genutzten Machlandes zwischen 1968 und 1972 mit dem Ziel landwirtschaftliche Nutzflächen zu schaffen reguliert und begradigt. Auf einer Länge von rund 11 km wurde der Fluss in ein Trapezprofil gefasst.

Flussrenaturierung Hochwasserschutz Biodiversität Hoch- und Hangwasser Wassermangel und Dürre 

Lokalität:
Naarnfluss zwischen Perg und Mitterkirchen
Umsetzungszeitraum:
2008-2016
Autor:
Büro PlanGo, ZT-Büro Thürriedl-Mayr, Gewässerbezirk Linz (Land OÖ)
Umsetzer:
Gewässerbezirk Linz (Land OÖ), Fa. Hasenöhrl, Fa. Habau, Fa. Petschl
Investor:
Wasserverband Machland (Konsensinhaber - 10% Kostenanteil), Bund (60%), Land Oberösterreich (30%)
Kontakt:
Dipl.-Ing. Wilhelm Somogyi
wilhelm.somogyihaha.@ooe.gv.at
Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie auf „Zustimmen“ klicken, akzeptieren Sie Grundsätze für die Verarbeitung personenbezogener Daten.
logo NP

Lead Partner des Projektes
Nadace Partnerství

Stiftung Partnerství hilft den Leuten in der Umweltpflege. Sie bietet ihnen dazu Subventionen, Fachdienstleistungen und auch die Inspiration aus dem Ausland. Sie sitzt in Brünn im Bildungszentrum "Offener Garten".

www.nadacepartnerstvi.cz

Projektpartner

Energetická agentura Vysočiny
Energy Centre České Budějovice
RERA a.s.
Klimabündnis Oberösterreich

Projektkontaktperson ADAPTRegion AT-CZ

Monika Hlávková
Nadace Partnerství
monika.hlavkova@nap.cz
 

© 2021 | Nadace Partnerství